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Siegfried Matthus, Komponist

Siegfried Matthus wurde am 13. April 1934 in Mallenuppen in Ostpreußen geboren. Aus der Heimat vertrieben, verschlug es die Familie 1944 nach Läsikow, in ein kleines brandenburgisches Dorf zwischen Kyritz und Neuruppin. Bis 1952 besuchte Siegfried Matthus die Oberschule in Rheinsberg. Mit dem traditionsreichen Ort ist er bis heute verbunden, hier gründete er 1990 das Internationale Festival junger Opernsänger, die Kammeroper Schloss Rheinsberg. Mit dem „Rheinsberger Abitur“ in der Tasche studierte er an der Deutschen Hochschule für Musik in Berlin, zunächst Chor- und Ensembleleitung, später Komposition bei Rudolf Wagner-Regeny und Hanns Eisler. Matthus arbeitete von 1960 bis 1964 freischaffend für den Rundfunk, schrieb Songs, Hörspiel- und Filmmusiken. 1964 holte Walter Felsenstein den jungen Komponisten an die Komische Oper Berlin, sozusagen als „Composer in Residence“. Die Zusammenarbeit mit Walter Felsenstein, Götz Friedrich, Harry Kupfer, Joachim Herz, Horst Seeger, Kurt Masur prägten diese Jahre. Matthus’ Kompositionen erlangten internationale Beachtung. Er wurde Mitglied der Deutschen Akademie der Künste Berlin (Ost), Mitte der 70er-Jahre dann der Akademie der Künste (West) und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste München. Mit seinen 13 Opern bildet das Musiktheater einen Schwerpunkt im Schaffen des Komponisten. Zur Wiedereröffnung der Dresdner Semperoper 1985 wurde die Oper „Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke“ aufgeführt; sie war und ist auf den Bühnen zwischen Berlin, Sankt Petersburg und New York zu erleben. Für „Judith“ – ebenfalls 1985 entstanden – hob sich 25 Mal der Vorhang allein an der Komischen Oper. Aufführungen folgten in Krefeld-Mönchengladbach, Ludwigsburg, Wiesbaden, Santa Fe und Bern. „Kronprinz Friedrich“ – zur Eröffnung des wieder aufgebauten Rheinsberger Schlosstheaters Ende 1999 uraufgeführt – wurde in verschiedenen Inszenierungen bisher über 50 Mal gespielt. Beachtliche Aufführungszahlen für zeitgenössische Opern. Und es sind nur einige Beispiele.
Matthus’ OEuvre ist riesig. Es umfasst neben der Oper Vokal- und Orchesterwerke sowie Instrumentalkonzerte. Viele Werke, wie u. a. „Responso“, „Der Wald“, „Manhattan Concerto“ sind quasi Repertoirestücke der Orchester. Anlässlich der Wiederweihe der Dresdner Frauenkirche entstand ein „Te Deum“ – uraufgeführt 2005 von der Dresdner Philharmonie und Kurt Masur. Mit dem Verlust der Heimat setzt er sich im „Lamento“ auseinander – uraufgeführt
2007 von den Münchner Philharmonikern und Christian Thielemann. Und jedes
Jahr kommt Neues hinzu. So erlebt im Mai 2009 das „Konzert für Fünf“ – ein Auftragswerk der Berliner Philharmoniker – unter Leitung von Sir Simon Rattle seine Uraufführung. Seine lebendige, bildhafte Musiksprache, das Finden jeweils adäquater Ausdrucksmittel, der einfühlsame Umgang mit der menschlichen Stimme haben Siegfried Matthus zu einem der erfolgreichsten Komponisten der Gegenwart gemacht. Er ist ein unermüdlicher Streiter für den Erhalt der kulturellen Traditionen Deutschlands im Allgemeinen und für die Kunstgattung
Oper im Besonderen.

Die Künstler-Homepage: http://www.siegfried-matthus.de/


Siegfried Matthus

Gelieber Dionysos - Zu Ehren des 75. Geburtstages von Siegfried Matthus

Siegfried Matthus, Komponist - Ola Rudner, Dirigent - Aris Argiris, Bariton - Württembergische Philharmonie Reutlingen

GEN 89144DetailsKatalog